Die Fakultät für Elektrotechnik ist verantwortlich für den Bachelorstudiengang Elektrotechnik und Informationstechnik sowie die Masterstudiengänge Elektrische Energietechnik und Informationstechnik. Darüber hinaus wirkt sie maßgeblich an dem Bachelor- und dem Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit. Sie fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs, indem den wissenschaftlichen Mitarbeitern Gelegenheit zur Promotion und Habilitation gegeben wird.
Der Fakultät gehören derzeit 12 Professuren an. Eine Besonderheit ist, dass die für ein technisches Studium besonders wichtige Basiswissenschaft Physik direkt in die Fakultät integriert ist.
Das Studium bereitet auf die Tätigkeiten eines Ingenieurs der Elektrotechnik in lehr-, forschungs- und anwendungsbezogenen Tätigkeitsfeldern vor. Dazu gehört, dass ein Absolvent auf der Basis einer breiten Grundlagenausbildung die Fähigkeit erwirbt, sich ein spezielles Gebiet der Elektrotechnik selbständig zu erarbeiten, fachliche Probleme zu erkennen und Lösungsvorschläge zu machen.
Das Studium an der Universität der Bundeswehr gliedert sich in Trimester und wird von den Studenten in einer Regelstudienzeit von sieben Trimestern für das Bachelorstudium und weiteren fünf Trimestern für das Masterstudium absolviert.
Im ersten Abschnitt des Bachelorstudiums wird über die Vermittlung von soliden Fachkenntnissen hinaus besonderer Wert auf Methodenlehre und Abstraktionsvermögen gelegt. Einen großen Anteil an diesem Studienabschnitt haben die Fächer Mathematik, Physik und Grundlagen der Elektrotechnik. Sie werden ergänzt durch Informatik und Werkstoffwissenschaft. Im zweiten Abschnitt des Bachelorstudiums werden Mathematik und Informatik vertieft und die ingenieurwissenschaftlichen Fächer Elektronik, Theoretische Elektrotechnik, Regelungstechnik, Elektrische Messtechnik und Technische Mechanik behandelt. Ein energietechnisches und ein informationstechnisches Projekt geben einen Ausblick auf das anschließende Masterstudium. Allgemeine berufsqualifizierende Kompetenzen werden durch interdisziplinäre Studienanteile und Sprachausbildung erworben. Eine praktische Tätigkeit von insgesamt 22 Wochen ergänzt das Studium. Zum Abschluss des Bachelorstudiums ist eine Bachelorarbeit anzufertigen.
Der Masterstudiengang Informationstechnik beinhaltet die zwei großen Teilgebiete Nachrichtenübertragung und -theorie sowie Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik, ergänzt um Integrierte Schaltungen und Software Engineering. Der Masterstudiengang Elektrische Energietechnik umfasst die vier Hauptgebiete Elektrische Maschinen und Antriebe, Hochspannungstechnik, Leistungselektronik und Energieversorgung, die durch die Professuren der Fakultät voll abgedeckt sind und ergänzt werden durch eine Einführungsveranstaltung in Thermodynamik und Strömungsmaschinen der Fakultät für Maschinenbau. Beide Masterstudiengänge beinhalten darüber hinaus Wahlpflichtmodule und interdisziplinäre Studienanteile. Außerdem ist eine Studienarbeit und zum Abschluss des Studiums eine Masterarbeit anzufertigen.
Die Fächer und ihr Umfang im Bachelor- sowie Masterstudium sind weitgehend festgelegt durch die Empfehlungen des Fakultätentages für Elektrotechnik und Informationstechnik e.V., dem die Fakultät angehört.
Weitgefächerte, aktive und unabhängige Forschungsaktivitäten der Fakultät sind der Garant für eine moderne Ausbildung von Studenten und bilden die notwendige Voraussetzung für eine anspruchsvolle Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten werden in Fachzeitschriften und Büchern veröffentlicht sowie auf internationalen wissenschaftlichen Kongressen vorgestellt.
Ein wesentlicher Teil der Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Fakultät wird über Drittmittelprojekte finanziert. Die Mittel hierfür werden von Institutionen wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung oder dem Bundesministerium für Verteidigung eingeworben. In einem besonderen Maße zählt hierzu aber ebenso die direkte Zusammenarbeit mit der Industrie, die traditionsgemäß einen breiten Raum einnimmt und die die Bearbeitung von anwendungsbezogenen Aufgabenstellungen gewährleistet.